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Die deutsche Sprache in der Welt

Nach unserer kleinen Europareise wollen wir uns heute mal die Verbreitung des Deutschen in der Welt ansehen. Es gibt leider keine genauen Statistiken, aber Schätzungen zufolge sprechen ausserhalb Europas ca. 10 Millionen Menschen Deutsch als Muttersprache.

Deutschland hatte, im Gegensatz etwa zu Grossbritannien oder Frankreich, nie ein grosses Kolonialreich in Übersee. Deshalb ist das Deutsche beispielsweise in Afrika viel weniger verbreitet als Englisch oder Französisch.
Das einzige Land Afrikas, in dem sich seit der Kolonialzeit ein nennenswerter deutscher Einfluss auf Kultur und Sprache erhalten hat, ist Namibia, das ehem. „Deutsch-Südwest-Afrika“.

In Namibia leben heute ca. 30.000 Deutsch-Muttersprachler

In Namibia leben heute ca. 30.000 Deutsch-Muttersprachler, zumeist die Nachfahren deutschstämmiger Einwanderer aus dem 19. Jahrhundert. Deutsch ist auch erste Fremdsprache an vielen namibischen Schulen. In der Hauptstadt Windhuk erscheint bis heute sogar eine deutschsprachige Tageszeitung.

Deutsche über dem Antlantik

Tausende von Deutschen sind im 18. und 19. Jahrhundert aus wirtschaftlichen und religiösen Gründen nach Amerika ausgewandert. In manchen Gebieten rings um die Grossen Seen im Norden der USA hat, Schätzungen zufolge, etwa die Hälfte der Bewohner deutsche Vorfahren, de facto ist aber heute Englisch mit Abstand die wichtigste Sprache. Allerdings gibt es bis heute kleine, relativ abgeschottet lebende religiöse Gemeinschaften, etwa Hutterer oder Amische, in denen Deutsch die Alltagssprache ist. Die Dialekte dieser Gruppen („Pennsylvania Dutch“ genannt) sind allerdings sehr altmodisch und weichen stark von Hochdeutsch ab, weshalb sie für uns heute oft nur schwer zu verstehen sind. Einen Einblick in das Leben einer deutschstämmigen und deutschsprachigen religiösen Gemeinschaft in Amerika bietet der bekannte und sehr empfehlenswerte Film „Der einzige Zeuge“ mit Harrison Ford.

Jiddische mit Deutsch verwandt

Das Jiddische ist eng mit dem Deutschen verwandt. Da in den USA, insbesondere an der Ostküste, viele Juden Jiddisch sprachen und sprechen, sind viele ursprünglich deutsche Wörter auf dem Umweg über das Jiddische in die amerikanische Umgangssprache eingewandert, beispielsweise das Verb „schleppen“ (engl. „to shlep“) oder die berühmte „pretzel“ (ursprünglich „Brezel“)

Deutsch auf der ganzen Welt

Grosse deutschstämmige Bevölkerungsgruppen gibt es auch in Lateinamerika, etwa in Südbrasilien.

In den brasilianischen Bundesstaaten Santa Caterina und Rio Grande do Sul leben heute etwa 1,5 Millionen Deutsch-Muttersprachler

Das Oktoberfest in Blumenau/Santa Caterina ist nach dem Karneval in Rio das zweitgrösste Volksfest in Brasilien!

Deutschsprachige „Sprachinseln“ gibt es auch auf dem Gebiet der ehem. Sowjetunion. Die sog. Russlanddeutschen sind Nachkommen deutschstämmiger Siedler, die im 18. Jahrhundert von Zarin Katharina II ins Land geholt wurden. Viele Nachfahren von Russlanddeutschen sind in den letzten Jahren als „Aussiedler“ nach Deutschland zurückgekehrt, nach wie vor leben aber in Russland, Kasachstan und anderen Ex-Sowjetrepubliken ca. 1 Million Menschen mit Deutsch als Muttersprache.
Nachfahrern deutscher Auswanderer sind auch die sog. „Donauschwaben“ und „Siebenbürger Sachsen“. Nach mehreren Rückkehrwellen nach Deutschland seit 1945 leben heute noch ca 30.000 von ihnen in Rumänien.
Spuren deutscher Einwanderer in Form von Ortsnamen kann man heute noch in vielen Ländern der Welt finden, etwa „Hahndorf“ in Australien, „Lüderitz“ in Namibia oder „Hanover“ in Kanada.

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