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Warum man Deutsch am besten (nur) mit einem Muttersprachler lernt…

Die Vorteile wenn man Deutsch mit einem Muttersprachler lernt. Die deutsche Sprache bietet so einige Worte, wie man sie in keiner anderen Sprache findet: Besonders bildhafte, besonders kreative, besonders abstrakte und manchmal auch besonders lange. Den Deutschlernenden stellt das vor große Herausforderungen… und den Deutschlehrer manchmal auch!

Viele dieser Worte und Redewendungen kann man zwar direkt, zum Beispiel ins Englische, übersetzen, der Sinn des Gesagten bleibt dabei aber häufig auf der Strecke. (Da haben wir’s: „Auf der Strecke bleiben“ = „to stay on the road“ wird diesem Ausdruck bei Weitem nicht gerecht.)

Deutsch lernen mit einem Muttersprachler erzeugt höchste Lernerfolge!

Für Deutschlernende sind außerdem die komplizierte Aussprache, die häufig sehr langen und komplexen zusammengesetzten Worte sowie deren Rechtschreibung ein schier unüberwindbares Hindernis. Deutsch lernen ist anstrengend, soll aber trotzdem Spaß machen.

 

5 Worte für die es sich lohnt Deutsch zu lernen

Der Innere Schweinehund (the inner pig dog)

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Der Innere Schweinehund

Wer kennt ihn nicht?! Man hat sich schon so oft vorgenommen, ab Montag mehr Sport zu machen und gesünder zu essen. Oder ab sofort morgens früher auf zustehen, um mehr vom Tag zu haben. Oder wichtige Dinge gleich zu erledigen und nicht zu warten, bis sich überall große Stapel von „To Do“-Dingen angesammelt haben. Aber irgendwie klappen solche Pläne meist nicht. Man hat eine kleine Stimme im Ohr, die einem sagt: „Das kannst du doch morgen auch machen. Iss/Schlaf/Spiel noch ein wenig länger. Die Arbeit läuft dir nicht weg.“ Diese Stimme, das ist er, der Innere Schweinehund! Ihn zu überwinden kostet viel Motivation und Energie.

Die Glühbirne (the glow pear)

Obwohl ihre offiziellen Namen „Glühkörper“ oder „Leuchtmittel“ sind, wer Deutsch im Alltag sprechen möchte, der muss sie unter diesem Namen kennen: die Glühbirne. Selbst Muttersprachler wissen oft nicht, dass der Begriff Glühbirne eigentlich aus der Umgangssprache stammt und sich auf die Form des Glühkörpers, der an das Obst erinnert, bezieht.

Der Zungenbrecher (the tongue breaker)

Was ein Zungenbrecher ist? Er ist weder ein Werkzeug noch eine Foltermethode.

Zehn zahme Ziegen zogen zehn Zentner Zucker zum Zoo. Oder: Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid.

Das sind Zungenbrecher! Logisch oder?

Der Kugelschreiber (the ball scriber)

Kugelschreiber ist ein typisch deutsches Wort: Während man in Englisch („pen“), in Französisch („stylo“) und in Spanisch („pluma“) mit einem kurzen und prägnanten Wort auskommt, hat der deutsche Begriff für dieses simple Schreibwerkzeug 4 Silben, 6 Vokale und unzählbare Herausforderungen für jemanden, der deutsch lernt. Man könnte natürlich auch einfach Stift sagen. Aber das wäre für uns Deutsche zu ungenau…

Tohuwabohu, Wirrwarr, Kuddelmuddel, Kladderadatsch und Mischmasch

(no English equivalent as far as I know, maybe „hodgepodge“)

Ja diese Wörter gibt es tatsächlich… Alle! Und sie alle stehen auch im Duden. Kladderadatsch ist eher umgangssprachlich, wird aber im Alltag viel verwendet. Tohuwabohu stammt ursprünglich aus dem Hebräischen und bedeutet sowohl „wüst und leer“ als auch „großes Durcheinander“.

Großes Durcheinander, Unstrukturiertheit oder Chaos bedeuten auch Wirrwarr, Kuddelmuddel und Mischmasch. Klischeehaft gelten wir Deutschen meist als ordentlich und diszipliniert. Deshalb finde ich es besonders schön, dass unsere Sprache gleich fünf so kreative Begriffe für Chaos hat.

 

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